

Healthy Minds X SOLANGE
Am 29. April war es so weit: Unser SOLANGE-Netz wurde endlich am Chirurgiegebäude derMedizinischen Universität Innsbruck ausgerollt.
Monatelang haben wir gemeinsam mit Künstlerin Katharina Cibulka und ihrem Team an diesem Projekt gearbeitet und wir freuen uns sehr, dass wir dem Thema der perinatalen psychischen Gesundheit auf diese Weise nun öffentlichkeitswirksam Raum geben können.

SOLANGE #34, Innerkoflerstraße, 2026 (Foto: Florian Lechner)
„SOLANGE DU MEINE DEPRESSION ÜBERSIEHST, WEIL DU BABYBLUES HÖRST, BIN ICH FEMINIST:IN“
ergab sich aus rund 350 Einsendungen im Rahmen der SOLANGE-Postkartenaktion.
Besonders auf Social Media Plattformen wie Instagram und Reddit regte der Slogan Diskussionen und Unverständnis an. „Noch nie das Wort Baby Blues gehört oder jemanden sagen hören“, schreibt eine UnserIn. Und genau da möchten wir ansetzen: Es herrscht zu wenig Aufklärung über die Zeit und Komplikationen rund um die Geburt und es wird zu wenig differenziert – und das soll sich durch unsere Awareness-Kampagne ändern!
Was genau sind denn Baby-Blues?
Baby-Blues, auch “Postpartales Stimmungstief” genannt, tritt bei 50 bis 80 Prozent aller Mütter innerhalb der ersten 14 Tage nach der Entbindung auf. Es dauert meist einige Stunden bis wenige Tage und zeigt sich unter anderem durch Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung, Empfindsamkeit und Stimmungsschwankungen, Traurigkeit und häufiges Weinen, Schlaf- und Ruhelosigkeit sowie Konzentrations-, Appetit- und Schlafstörungen.
Obwohl der Baby-Blues eine normale, vorübergehende (bzw. nicht krankheitswertige) Reaktion auf die körperlichen und hormonellen Veränderungen nach einer Schwangerschaft bzw. Geburt ist, sollte er dennoch nicht ignoriert werden. Wenn die schlechte Stimmung länger als zwei Wochen anhält, könnte dies ein Anzeichen für eine Depression sein.
Eine perinatale Depression kann während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Jahren nach der Geburt auftreten, insbesondere in den ersten Wochen nach der Entbindung. Diese Erkrankung kann sich langsam entwickeln und reicht von leichten Anpassungsstörungen bis hin zu schweren Formen, die suizidale Gedanken einschließen. Etwa 10 bis 20 Prozent der Mütter sind von diesen Zuständen betroffen.
Mögliche Anzeichen sind:
- Erschöpfung, Müdigkeit und fehlende Energie
- Häufiges Weinen und anhaltende Traurigkeit
- Schuldgefühle und innere Leere
- Ambivalente Gefühle gegenüber dem Kind
- Probleme mit Konzentration, Appetit und Schlaf
- Psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel und Herzbeschwerden
- Ängste, starke Reizbarkeit, Panikattacken und zwanghafte Gedanken (wiederkehrende zerstörerische Vorstellungen, die nicht in die Tat umgesetzt werden)
- Suizidgedanken
Das Problem: Depressionen werden – auch aufgrund des großen Stigmas – häufig als Baby Blues abgetan, wodurch sich Eltern nicht in rechtzeitige und adäquate Behandlung begeben und sich ihr Zustand häufig verschlimmert.
SOLANGE X HEALTHY MINDS – IHRE MEINUNG ZÄHLT!
Gerne würden wir verschiedenste Meinungen zur Installation und dem Slogan lesen, um auch den Einfluss in Bezug auf Bewusstseinsbildung in der mentalen Gesundheit abschätzen zu können. Hier kommen SIE ins Spiel.
Was halten Sie davon? Ihre Meinung interessiert uns!
Nehmen Sie an unserer kurzen, anonymen Umfrage teil (3–5 Min.) und unterstützen Sie unser Healthy Minds Forschungsprojekt.
HIER TEILNEHMEN ODER QR-CODE SCANNEN:

Pressebeiträge:
https://www.i-med.ac.at/de/pr/presse/2026/kunst-auf-der-chirurgie-baustelle
https://tirol.orf.at/stories/3352214
